Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

Luisa Weinhold, damals 12jährig, hat dieses Gedicht zum Nachswuchsförderpreis 2016 eingereicht und damit glatt den Sonderpreis "Mundart" bekommen...

Südwärts

Iech bie e arzgebirgsches Madl,
un iech lieb mei Arzgebirg.
All die Walder un die Falder,
all die Wiesn und die Barg.

Doch manigchmol packt miech es Fernweh,
und iech denk: Du mist’s a mol wu anersch hie.
Gedacht, getan. Iech pack mein Koffer ei
und lus giehts, glei ins Auto nei.

Bald, noch dor Grenz von deitschn Land,
do is mir alles unbekannt.
Auf emol sei ganz huch die Barg,
mor kimmt siech fier als wie e Zwarg.

Nong giehts weiter südwärts in de Wärm,
do kaaste de Leit anersch reden härn.
Do gibts a wunnerschiene Flack,
un du brauchst de ganze Zeit kaa Gack.

Kaast boden gieh ne ganzen Tog,
manchmol sei de Micken eene Plog.
Kaast fahrn mitn Schiff aufs weite Meer
ober hinnerhar is dei Galdbarsch leer.

Ober nong noch zwe Wochen Urlaubsglück,
do ziehts miech in mei Arzgebirg zerück.
Ich gie bestimmt a wiedermol fort,
doch derham im Arzgebirg, is doch dor schenste Ort.

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"e arzgebirgsches Madl" - Luisa Weinhold hat mit ihrem Gedicht "südwärts" zum Nachwuchsförderpreis 2016 gepunktet. Hier in voller Länge.

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